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Zwischen Zeit Theater


 

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Wir über Uns


Das Fun Theater , wie das ZwischenZeitTheater ursprünglich hieß, wurde am 18. Oktober 1992 in Frankfurt am Main von Georgios J. Slimistinos gegründet. Motto des Fun Theaters war, wie der Name schon sagt der Spaß an der Theaterarbeit. So wurden anfangs erstmal Puppentheaterstücke aufgeführt, doch das sollte sich im Mai 1993 ändern. Im Mai 1993 schloss sich die kleine Gruppe, bestehend aus drei Leuten, der Jugendgruppe ZwischenZeit der evangelischen Dreifaltigkeitsgemeinde an. Die Leiter der Jugendgruppe Gerhard Zuleger, Rudolf Mundhenk und Georgios J. Slimistinos sahen in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen großen Nutzen, da zu dieser Zeit in der Kuhwaldsiedlung, einem kleinen Frankfurter Stadtteil, die Jugendarbeit vernachlässigt wurde. So sollten Diskussionen, Ausflüge und Workshops, die Jugendlichen motivieren und ihnen einen Ort geben, an dem sie kommunizieren und arbeiten konnten. Nach etwa einem Jahr hatten sich zwanzig Jugendliche gefunden und nahmen am Programm der Gruppe ZwischenZeit teil. Unterstützt wurde die Jugendarbeit durch die evangelische Kirche Frankfurt am Main.
 

 

Nach einiger Zeit und vielen Theaterworkshops mit Georgios J. Slimistinos, entschied sich die Gruppe Theater zu spielen.
Der Name ZwischenZeit wurde beibehalten, da er einerseits den Tag bezeichnete an dem wir uns trafen: nämlich Mittwochs und andererseits sagte der Name aus das wir dem Theaterspiel möglichst in der Freizeit, also in der ZwischenZeit entgegen kommen wollten.

                                                                   
 

Das erste Theaterstück war ein Kindertheaterstück mit dem Titel „Die zwei Zauberäpfel“ und wurde anfangs in der evangelischen Dreifaltigkeitsgemeinde aufgeführt, als auch im Pflegeheim Bockenheim. In Zusammenarbeit mit der Kunstpädagogin und freien Künstlerin Carola Ströter wurden die ersten Bühnenbilder entworfen. Als zweites Theaterstück wurde im Dezember 1996 ein sozialkritisches Theaterstück mit dem Titel „Das waren noch Zeiten“ im Titania Theater in Bockenheim aufgeführt. Anlässlich des SPD-Jugendpreises bei dem wir uns bewarben spielten wir dieses Theaterstück und bekamen prompt den ersten Preis dotiert mit tausend Mark in der Kategorie: beste Theatergruppe, beste Regie und bestes Thema.

     2Zauberaepfel.jpg      Das waren noch Zeiten

                  Die zwei Zauberäpfel                                                                   Das waren noch Zeiten  (Hamburg)



Mit diesem Geld konnten wir unser Fortbestehen sichern.
Das Theaterstück wurde darauf auf dem evangelischen Kirchentag in Hamburg aufgeführt und auch dort dankte uns das Publikum unseren Auftritt mit reichlich Applaus.

 
 

Es dauerte nicht lange und unser nächstes Theaterstück wurde umgesetzt. Diesmal ein Musical mit dem Titel „Flambo der Kakadu“. Neben der fetzigen Musik von Roman Dorochtchenko und dem lustigen Text von Georgios J. Slimistinos wurde das Musical in kürzester Zeit zum Publikumsrenner.

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Flambo der Kakadu


Ein Jahr später, im Oktober 1997, wurde von der SPD der Jugendkulturpreis der Stadt Frankfurt am  Main ausgeschrieben. Wir bewarben uns erneut mit unserer neuen Produktion: „Tante Clothilde“ eine bitterböse Komödie. Das Theaterstück wurde in der Presse hochgelobt und wir kamen wieder einmal den ersten Platz und unser Theater wurde erneut ausgezeichnet, diesmal mit dem Jugendkulturpreis der Stadt Frankfurt am Main. Die Boulevardkomödie „Tante Clothilde“ war die erfolgreichste Produktion des Jahres 1997. Die Presse schrieb hierzu „ein Angriff auf die Lachmuskeln“. Ein weiteres Erfolgstück aus diesem Jahr war unsere Produktion "Die Lehre des Chung", ein Theaterstück das von einem Leben in einer Sekte erzählt.

 

                                                               Tante Clothilde

                                                                                    Tante Clothilde

Im September 1998 wechselten wir unseren Theatersaal und zogen mit unserer freien Theatergruppe in die Räumlichkeiten der katholischen St. Antonius Gemeinde im Frankfurter
Westend. Auch diese Kirchengemeinde nahm uns freundlich auf und unterstützte uns so gut sie konnte.


Im Oktober 1998 schlossen wir uns mit dem CM Institut zusammen unter der Leitung von Marie Noelle Chan Hin. In dieser Schaffensphase produzierten wir das futuristische Theaterstück „Die Retortenmenschen“. Das CM Institut ist ein renommiertes Sprachinstitut in Frankfurt und unterrichtet vor allem in den Sprachen: Französisch, Englisch, Spanisch und Deutsch. Marie Noelle Chan Hin unterhält zudem interessante Kontakte in alle Welt, so auch zu Ben Amor, dem Leiter des tunesischen Kulturforums in Tunis.

                                                  tunis

                                                                                  Minna von Barnhelm

So machte uns Frau Chan Hin damals auf die Theaterfestspiele von Monatsir in Tunesien aufmerksam und erzählte
uns, dass vor allem junge Theatergruppen aus aller Welt zu diesem Spektakel erwartet werden. Das Theaterstück mit dem man sich bewerben sollte, musste ein deutsches sein. Ohne auch nur über die finanziellen und die organisatorischen Probleme nachzudenken, bewarben wir uns für die Theaterfestspiele in Monastir mit dem Theaterstück „Minna von Barnhelm“ von G.E. Lessing. Um Deutschland vertreten zu können, mussten wir allerdings noch die Genehmigung bei
der hessischen Staatskanzlei, als auch bei unserem Bürgermeister einholen. Danach waren wir gut bepackt und reisefertig. Es sollte eine Reise werden die wir nie vergessen sollten. Wir trafen junge Theatergruppen aus der Schweiz, aus Holland, aus Kanada und sogar aus dem Oman. Ein interkultureller Austausch kam zustande und wir fanden viele neue Freunde in aller Welt.

 
                                                                el jem
                                        
                                                                                EL JEM Tunesien

 

Im Dezember 1999 schlossen wir uns dann mit einem neuen Partner zusammen: mit der Tanzschule Wernecke. Wir durften in den Räumlichkeiten der Tanzschule kostenlos proben. Wir konnten über ein Jahr lang unsere Theaterstücke, hauptsächlich Komödien, zum Besten geben. In dieser Zeit entstanden solche Theaterstücke wie: „Das Huhn von Baskerville“, „Die Zeitreise-eine Revue durch alle Zeiten“, „Sherlock Holmes und das verschwundene Tigerauge“, „Igor und der Vampir“, „SchwuppDiWupp“ und „Der bunte Abend“.

 

                                                Holmes

Sherlock Holmes und das verschwundene Tigerauge

Danach schrumpfte die Gruppe leider beträchtlich ein, da viele von uns anfingen zu studieren oder eine Ausbildung absolvierten.. Da war bei vielen leider nicht mehr so viel Zeit für das Theater spielen übrig. Dennoch blieb sich ein fester Stamm von zehn Leuten übrig. Nach so einer langen Periode der Theaterarbeit, lernt man viele kennen, es gehen viele und die Arbeit ändert sich. Es ist so wie im Leben - "die Vergangenheit kann man nicht verändern, vielleicht aber unsere Zukunft", lautet ein Satz aus einem unserer Theaterstücke und dieser trifft die damalige Situation ganz gut. Dennoch ließen wir den Kopf nicht hängen und taten das was wir schon immer am Besten konnten: Theater für Kinder machen. Seit Dezember 2000 spielen wir zu fast jedem Weihnachtsfest ein Theaterstück für Kinder. Seitdem bieten wir auch regelmäßig Theaterkurse an. Unsere Produktionen reduzierten wir von acht Theaterstücken pro Jahr auf drei Produktionen. Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Vor allem Theaterstücke der Gebrüder Grimm sind in unserem Repertoire vorhanden als auch selbst geschriebene. Erfolgreichste Theaterstücke der Spielzeit 2000/2001 waren „Die Sterntaler“ und „Ahuli und der fliegende Koffer“.

 

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Ahuli und der fliegende Koffer


Im Jahr 2001 schlossen wir uns mit dem ersten deutschen „Geschichten Erzählservice“ Märchenstark zusammen und produzierten gemeinsam das Theaterstück „Wie die Loreley ihren Zauberkamm verlor und der Mainzer Domsgickel das Fliegen lernte“. Dieses Märchentheaterstück wurde für die Burgfestspiele in Bingen und für eine spezielle Aufführung in der Vertretung der Landesregierung Rheinlandpfals in den Ministergärten in Berlin von Sabine Maria Lanius und Georgios Johannes Slimistinos konzipiert und geschrieben. Als Vorlage dafür diente uns das Kinderbuch von Helga Höfle „Der Mainzer Domsgickel“. Nach dieser märchenhaften Produktion änderte sich leider einiges.
Das hatte folgende Gründe: Die St. Antonius Gemeinde kündigte uns die Räumlichkeiten, da eine städtische Jugendgruppe die Räumlichkeiten bezog und wir einfach zu groß für die Gemeinderäume geworden waren.
Nach unserem zehnjährigen Geburtstag im Oktober 2002 verließen wir somit die St. Antonius Gemeinde und waren auf der Suche nach einem geeigneten Theaterraum. Material und Technik ließen sich nicht mehr unterstellen. So zogen wir mit unserem Theater in die Räumlichkeiten der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt.

Unser Material und unsere Technik, wurde auf private Keller aufgeteilt. Die Univerität ermöglichte uns bis Januar 2004 in den Räumlichkeiten zu proben und Theaterstücke aufzuführen. Erfolgreiste Produktion war das Antikriegsstück „Philemon und Baukis“ von Leopold Ahlsen, unter der Regie von Michael Radunz. In dieser Schaffensphase wurde das Ensemble Metamorfosis gegründet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat innerhalb des neuen Uni Campus und innerhalb des ZwischenZeitTheaters dramatische Theaterstücke für die Bühne umzuschreiben und zu produzieren.

Philemon und Baukis


Philemon und Baukis


Im Februar 2004 erhielten wir von der Medienwerkstatt Frankfurt, mit denen wir schon seit Jahren im Kinder und Jugendbereich zusammenarbeiten, den Tipp, dass in Höchst, im Bürgerzentrum Lindenviertel, ein Theatersaal frei sei. Da der Theatergruppe bis dahin nur noch zehn Schauspieler angehörten entschied sich Georgios J. Slimistinos im Jahr 2001 das Theater als freischaffender Künstler zu betreiben und zu unterstützen. Dies gelang ihm sehr gut und es kamen diverse Aufführungen im Kindertheaterbereich zustande. Seit November 2003 unterhält das ZwischenZeitTheater einen freundschaftlichen Kontakt zum Theater Sculptur, einem freien Ensemble des Kulturforums e.V. in Frankfurt. Zusammen mit unseren neuen Freunden ziehen wir nun im März in unseren ersten und eigenen Theaterraum im Bürgerzentrum Lindenviertel in Höchst ein und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und wollen möglichst viele Menschen dazu bewegen, mit uns Theater zu spielen.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass im ZwischenZeitTheater alles reine Handarbeit ist.
Wir finanzieren uns über unsere Einnahmen und wir werden derzeit leider nicht von der Stadt Frankfurt unterstützt. Sparen heißt das Motto der Stadt, leider am falschen Ende – finden wir.
Nun da wir einen eigenen Raum als auch ein eigenes Theaterbüro haben, könnten wir finanzielle Hilfe und Spenden gut gebrauchen. Schließlich darf man nicht vergessen das in den zwölf Jahren Theaterarbeit fast mehr als 150 Frankfurter Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren bei uns auf der Bühne gestanden haben und das will schon was heißen. Theater muss sein. Dieser Satz war letztes Jahr auf jedem Plakat der Frankfurter Theaterszene zu lesen, als Gegenpol zur Frankfurter Sparpolitik. Und dieser Satz ist immer noch brandaktuell.


Es gab in unserer Theaterarbeit oft Höhen und Tiefen und es war nicht immer leicht Theater zu machen, doch wie Aristoteles schon sagte: „Was uns zurückwirft macht uns stark“.
Diesen Satz möchten wir auch in unserer zukünftigen Theaterarbeit beherzigen.
Ich könnte noch unzählig viel über den Werdegang und die Theaterstücke schreiben, doch das würde einfach den Rahmen dieser Website sprengen. Unser Motto lautet nach wie vor:
„Es ist nicht wichtig wie eine Bühne aussieht – es ist wichtig was auf ihr gespielt wird“.
In diesem Sinne möchten wir weiterarbeiten und verbleiben mit großem Dank an alle die uns so weit gebracht haben.

 

 

Für das ZwischenZeitTheater:

 

                                                                                 Georg

Georgios J. Slimistinos

(Künstlerischer Leiter)

 


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Letzte Änderung  02.03.2004